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Sonntag, Mai 12, 2013

Apfelpflücksprache

"...Unsere Umgangssprache ist eine Apfelpflücksprache. Sie hat sich herausgebildet, weil sie enorm lebensdienlich ist. Bevor ich eine Handlung ausführe, spiele ich diese erst einmal in Gedanken durch, um zu erfahren, ob sie zum gewünschten Ziel führt – ja oder nein? Das ist die zweiwertige Logik. Aber diese zweiwertige Ja-oder-Nein-Logik ist eben nicht die Logik der Natur. Die Quantenphysik beschreibt die Natur viel besser, denn in der Quantenwelt herrscht die mehrwertige Logik, also nicht nur Ja und Nein, sondern auch Sowohl/Als-auch, ein Dazwischen. Eben das Nicht-Greifbare, das Unentschiedene. Daran müssen wir uns gewöhnen..." - Hans-Peter Dürr

Dienstag, April 02, 2013

Schwimmen zwei junge Fische des Weges und treffen zufällig einen älteren Fisch, der in die Gegenrichtung unterwegs ist. Er nickt ihnen zu und sagt: "Morgen, Jungs. Wie ist das Wasser?" Die zwei jungen Fische schwimmen eine Weile weiter, und schließlich wirft der eine dem anderen einen Blick zu und sagt: Was zum Teufel ist Wasser?"
David Foster Wallace

Sonntag, Januar 13, 2013

Zufällig gelesen

"Das Wesen der Zufälligkeit wurde bisher im Fehlen von Ordnung gesehen. Worüber man sich aber nicht Rechenschaft ablegte, ist, dass die Abwesenheit einer bestimmten Ordnung das Auftreten einer anderen Form von Ordnung logisch bedingt. Es ist ein mathematischer Widerspruch, zu sagen, dass eine Folge keine Ordnung hat; wir können höchstens sagen, dass sie keine all jener Gesetzmäßigkeiten aufweist, nach denen man suchen könnte. Der Begriff der Zufälligkeit hat nur in Beziehung zum Beobachter Sinn; wann immer zwei Beobachter nach verschiedenen Formen der Ordnung forschen, so müssen sie darüber geteilter Meinung sein, welche Folge zufällig zu nennen ist."
- George Spencer Brown: Probality and Scientific Inference, 1957 -

Samstag, Januar 05, 2013

Afrikanisches Sprichwort

So lange bis die Löwen ihre eigenen Geschichtenerzähler haben, werden die Jäger immer als Sieger aus der Geschichte hervorgehen.

Montag, September 29, 2008

Genesis 11,7

Wohlan, lasset uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, dass keiner des anderen Sprache verstehe. - Ganz so einfach wollte er es uns wohl nicht machen...Gottseidank! Frage: Ist das auch der Grund, weswegen der Kommunismus gescheitert ist?

Donnerstag, Dezember 28, 2006

Aus dem Daudedsching

ruhendes ist leicht zu halten
keimendes ist leicht zu leiten
sprödes leicht zu teilen
geringes leicht zu zerstreuen
handle, ehe es da ist
lenk es, ehe es wirr wird
der kaum zu umspannende baum
erwuchs aus dem reis
der neunstöckige turm
begann mit dem häufchen lehm
die reise von tausend meilen
mit einem schritt
wer handelt, verdirbt es
wer hält, verliert es
so handelt der weise nicht und verdirbt nichts
hält nichts und verliert nichts
wenn menschen handeln
versagen sie meist knapp vor der vollendung
wer das ende bedenkt, wie er den anfang bedachte
der wird nichts verderben
so wünscht der weise das nicht wünschenswerte
er schätzt nicht seltene güter
lernt die ungelehrtheit
geht zurück den weg, den die menschen gingen
um den dingen zurückzuhelfen zu ihrer natur
und wagt nur eines nicht: wider die natur zu handeln
Laudse

Freitag, Dezember 15, 2006

Tucholsky (2)

Merkwürdig, was dieselben zweitausend Menschen zu gleicher Zeit sein können: unsre tapfern Krieger; Mob; Volksgenossen; verhetzte Kleinbürger. Wie man eine Masse anspricht, so fühlt sie sich. -
Peter Panter (1932)

Tucholsky (1)

Neben manchem andern sondern die Menschen auch Gesprochenes ab. Man muß das nicht gar so wichtig nehmen. - Peter Panter (1931)

Montag, November 27, 2006

Montag, Oktober 16, 2006

Leben

ist das, was sich ereignet, während wir mit anderen Dingen beschäftigt sind. - John Lennon

Sonntag, Oktober 15, 2006

Sheikh Saadi von Shirazi

Mangelt es uns an den Annehmlichkeiten der Welt,
lässt uns die Entbehrung traurig sein.
Erlangen wir das Ersehnte,
sind unsere Füße gekettet, da wir an ihm hängen.
Die Freuden der Welt sind eine verwirrende Prüfung,
denn beides, sowohl ihr Fehlen wie auch ihr Vorhandensein,
verursacht Kummer.
Willst du reich sein, wähle nur die Genügsamkeit,
denn sie ist der einzig wahre Reichtum.
Überschüttet dich ein reicher Mann mit Gold,
so würdige seinen unirdischen wert.
Hörte ich doch von den Weisen,
dass die Geduld eines Derwischs besser ist
als die Großzügigkeit eines Reichen.
Wenn König Bahram einen Hirsch für Gäste brät,
zählt dies angesichts seiner unerschöpflichen Börse nicht mehr
als die Taube, die ein Derwisch brät.
("Der Rosengarten", 13. Jh., aus der siebenundzwanzigsten Geschichte)

Dienstag, Oktober 10, 2006

Prentice Mulford

"Besitze ich mich selbst, oder werde ich nur behaust, gefüttert, bekleidet den Wünschen und Launen gewisser Leute gemäß, vor denen ich fühle: so muss ich sein, oder ich bin nichts?"

Sonntag, Oktober 08, 2006

Mark Twain

"Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet."