Donnerstag, Juni 01, 2006

Kritik der früheren US-Aussenministerin




München (AFP) - Der Ruf der USA hat nach Einschätzung der früheren US-Außenministerin Madeleine Albright durch das Vorgehen der US-Armee im Irak stark gelitten. Die USA hätten sich im Irak "politisch und militärisch überdehnt", sagte Albright der "Süddeutschen Zeitung". Das US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba, der Folterskandal im Gefängnis Abu Ghraib bei Bagdad und die Berichte über ein mögliches Massaker an Irakern in Haditha hätten das Ansehen der USA "schwer beschädigt".

Das Eingeständnis, schwere Fehler begangen zu haben, oder aber ein Führungswechsel in den USA könnten das Ansehen wieder verbessern, sagte Albright. Die frühere US-Chefdiplomatin warnte vor dem religiösen Eifer, der die derzeitige Außenpolitik von US-Präsident George W. Bush bestimme. "Wir können Gott nicht für uns alleine beanspruchen", sagte Albright. Sie forderte die Politiker ihres Landes auf, mehr Kontakt zu islamischen Führern zu suchen. Der Islam sei keine Religion des Krieges, fügte Albright hinzu.

4 Kommentare:

mq hat gesagt…

Mehr Albrights und wir werden vielleicht mal wieder irgendwann Freunde, liebe USA.

Anonym hat gesagt…

@markus: scheint wirklich eine sehr interessante dame zu sein!

Fräulein Wunder hat gesagt…

warum fragen die Albright? das hätte ich ihnen auch sagen können!

mq hat gesagt…

@blogschrift: vermutlich wurde die olle Albright nur gefragt, weil man versehentlich nicht mitbekommen hatte, dass du auch mal Außenministerin der USA warst.